Beratung
Führungsverhältnis am Kilimanjaro:
2-4 Gäste: 1 Head Guide, 1 Assistant Guide
5-6 Gäste: 1 Head Guide, 2 Assistant Guides
7-8 Gäste: 1 Head Guide, 3 Assistant Guides
Achtung: bei Einzelführungen ist die Trägermannschaft fast genauso groß wie bei 2 TN (6-7 Träger bei Einzelführung, 8 Träger bei 2 TN).
Programmgestaltung:
Ohne Anschlussprogramm verbringen die Gäste die letzte Nacht in der Ameg Lodge in Moshi. Das ist näher für das Kulturprogramm am nächsten Tag. Gäste mit Safari-Anschluss fahren zurück nach Arusha in die Ilboru Lodge und übernachten dort. Für sie entfällt der Kulturtag ohnehin und dann sind sie am nächsten Tag deutlich schneller auf Safari.
Das Wetter am Kilimandscharo
Das Klima am Kilimandscharo wird stark vom Passatwind beeinflusst. Der Südostpassat vom Indischen Ozean (Mitte/Ende März bis Mai) bringt viel Feuchtigkeit mit, die als Regen oder Schnee an den Hängen des Kilimandscharos fällt. Der Nordostpassat (Oktober/November) ist trocken, aber sehr windig.
Das bedeutet, dass März, April und Mai die niederschlagsreichsten Monate am Berg sind - im unteren Teil mit Regen, weiter oben mit Schnee, klarer Luft und Wind.
Von Juni bis Oktober ist es normalerweise trocken und klar, aber auch sehr kalt und windig im Gipfelbereich.
Im November gibt es ebenfalls viel Niederschlag, aber nicht so viel wie von März bis Mai.
Von Dezember bis Mai gewöhnlich mit Schnee und Minusgraden (besonders in der Nacht) oberhalb der Baumgrenze.
Die besten Monate für Kili-Besteigungen sind Januar, Februar und Juni bis Oktober. Der Kilimandscharo kann aber - mit entsprechender Vorbereitung und Ausrüstung bzgl. Klima - das ganze Jahr über bestiegen werden.
Insbesondere in der Nacht vor dem Gipfelanstieg kann das Thermometer durchaus auf -10°C fallen. Je nach Wetterlage und Jahreszeit können diese auch noch niedriger (-20 °C) ausfallen. Mit einem Gefälle von 5 bis 6 Grad pro 1.000 Hm kann sich eine Abschätzung für die höher gelegenen Regionen ableiten lassen. Während des Trekkings werden Klimazonen von tropisch bis arktisch durchlaufen. In den Höhenlagen ist unter Umständen auch mit Schnee zu rechnen.
Die Kilimandscharo-Routen
Es gibt unterschiedliche Routen auf den Gipfel des Kilimandscharos,insgesamt 8 Standardrouten. Das Ziel aller Routen ist der Uhuru Peak, der höchste Punkt des Kilimandscharos. Die Routen unterscheiden sich sowohl im Steigungsverlauf als auch in der Länge und in der Anzahl an Tagen, die es dauert, um am Ziel der Route anzukommen. Die bekanntesten Routen sind wie folgt:
Die Machame-Route – auch bekannt als Whiskey-Route
Die Machame-Route beginnt im Süden und zählt zu den landschaftlich reizvollsten und schönsten Aufstiegsrouten. Sie ist im Vergleich zur Marangu-Route (einfachste Route, siehe unten) körperlich anstrengender. Die Erfolgsrate in Kombination mit dem Mount Meru zur Akklimatisierung ist sehr hoch. Hohes Touristenaufkommen während der Hauptsaison ab Barranco Camp, wo mehrere Routen zusammenlaufen, allerdings kein "Gegenverkehr" wie bei Marangu. Der Abstieg erfolgt über die Mweka-Route.
Lemosho-Route
Die Lemosho-Route beginnt im Westen und ist eine der längsten Routen. Sie hat aufgrund der guten Akklimatisierungsmöglichkeiten während der Tour eine sehr hohe Erfolgsrate. Sie zählt außerdem zu den schönsten Routen, da verhältnismäßig unberührte Natur und einzigartige Aussicht auf die dramatischen Schluchten an der Westseite des Kilimandscharos. In den ersten paar Tagen gute Möglichkeiten Tiere wie Antilopen, Büffel und manchmal sogar Elefanten zu beobachten. Die Route verläuft über das Shira-Plateau, dem größten Hochlandplateau der Welt. Ab hier trifft der Weg auf die Machame Route. Der Abstieg erfolgt über die Mweka-Route.
Die Marangu-Route – auch bekannt als Coca-Cola-Route
Die Marangu-Route ist die einfachste Route über gut ausgebaute Wege zum Gipfel und entsprechend sehr beliebt und frequentiert. Die Erfolgsrate ist aufgrund fehlender Akklimatisierung auf dieser Route am niedrigsten. Es ist die einzige Route mit Hüttenübernachtungen (primitiv, schmutzig, überfüllt und schlafsaalartig!) Diese Route ist die unspektakulärste aller Routen, Abstieg über Aufstiegsroute. Aus diesen Gründen empfehlen wir diese Route nicht!
Die Rongai-Route
Die Rongai-Route beginnt im Nordosten, nahe der Grenze zu Kenia. Lange Flachstrecke, aber unberührte Natur, häufig tolle Ausblicke auf den Gipfel, und Möglichkeiten Tiere zu beobachten. Weniger besucht als die anderen Routen. Die Nordseite ist generell trockener als die Südseite, was die Rongai-Route zur bevorzugten Route in der Regenzeit macht. Die Landschaft unterscheidet sich dadurch von den anderen Routen und führt durch eher kargere Vegetation. Der Abstieg erfolgt über die Marangu-Route.
Die Shira-Route
Die Shira-Route ist mit der Lemosho-Route beinahe identisch, der Ausgangspunkt liegt aber wesentlich höher, weshalb die Erfolgsrate aufgrund dieser Anstrengungen deutlich niedriger liegt. Chancen auf Tiersichtungen gering, aber abwechslungsreiche Landschaft mit Regenwald, Heide und Alpinwüste. Der Abstieg erfolgt über die Mweka-Route.
Die Umbwe-Route
Die Umbwe-Route führt vom Umbwe Gate steil und anstrengend durch den Regenwald nach oben, schmale Pfade, manchmal zugewachsen, da sehr wenig begangen, bei Nässe rutschig. Ab Barranco Camp ist es dieselbe Route wie Machame.

Unterbringung am Mount Meru:
Übernachtung in Miriakamba und Saddle Hut: mehrere Gebäude, Gäste-Schlafhäuser mit 4-er Zimmern mit Stockbetten, separat Waschbecken und Toiletten, wenn nicht Wasserknappheit herrscht evtl. Dusche, getrenntes Träger-Schlafhaus, Haus mit Küche und separater Essbereich. Trägermannschaft bereitet Essen zu. Die Hütten am Meru sind einfach, aber in Ordnung. Am Kili wird dann in Zelten übernachtet.
Trinkgelder:
- Trinkgelder sind nicht selbstverständlich und kein Muss, aber durchaus sehr üblich und ein großes Thema in Tansania. Löhne teilweise sehr niedrig und viele sind auf zusätzliche Einnahmen wie Trinkgelder angewiesen.
- Unsere Trekking-Mannschaft vor Ort ist versichert, hat ordentliche Arbeitsbedingungen und wird anständig bezahlt. Bist Du mit ihrer Leistung zufrieden, freut sie sich dennoch über ein Trinkgeld.
- Orientierung (Angaben pro Tag und pro Gruppe, nicht pro Teilnehmer):
- Verantwortlicher Guide: 12 – 18 USD
- Assistenz Guide: 8 – 12 USD
- Koch/Waiter: 8 – 10 USD
- pro Träger: 6 – 7 USD
- Die Trinkgeld-Verteilung sollte von der Gruppe gemeinsam am Ende der Tour am Nationalpark-Ausgang vor versammelter Mannschaft erfolgen. Nimm möglichst kleine Banknoten in USD mit, so dass Du jedem Beteiligten sein Trinkgeld zukommen lassen kannst. Auch Ausrüstungsgegenstände oder ein Bier zum Abschluss sind gern gesehen.
- Berechnung: es sind am Meru 3 Träger, am Kili 4 Träger pro Teilnehmer. Plus Guide, plus Koch. Ab 2 TN plus Assistenzguide.
- Außerdem gilt für Hotels oder Safarianschlüsse:
- Safari Guide: 15 - 25 USD
- Fahrer (zum Hotel): 5 USD (pro Gruppe)
- Hotels und Lodges: 5 USD pro Gast pro Tag in die Tipping Box, wovon auch die Mitarbeiter hinter den Kulissen profitieren.
- Bei Ausflügen zu lokalen Schulen und Dörfern sei lieber zurückhaltend. Die Verteilung von Süßigkeiten, Geschenken und vor allem Bargeld lernen den Bewohnern und vor allem den Kindern das Betteln. Unterstütze besser die lokale Schule, soziale Projekte oder den Verkauf lokal hergestellter Waren. Bester Ansprechpartner dafür ist unser Partner vor Ort, der weiß, wo die Zuwendung auch tatsächlich dort ankommt wo sie soll.
- Ungefähre Berechnung Trinkgeld für Meru und Kili: ca. 280 - 360 $ p. P. bei 2 TN / ca. 190 - 240 $ bei 4 TN.
Fragen zur "Höhen-Prophylaxe":
- Die beste Prophylaxe ist sich möglichst wenig Gedanken darüber zu machen.
- Wichtig ist: Trinken, trinken, trinken und nochmal trinken.
- Ebenfalls ist das A und O langsam zu laufen, sehr langsam!
- Gegen leichte Kopfschmerzen helfen 400-er Ibu. Ansonsten hat Seba ein Notfallpräparat dabei.
- Prophylaktisch werden keine Medikamente eingenommen, da diese sonst eventuelle Symptome verschleiern können.
- Zur Vorbereitung gibt es Höhentrainingssysteme für Zuhause (Masken/Zelte etc.), Kosten etwa 300 - 500 EUR. Solch eine Vorbereitung kann sicherlich hilfreich sein, ist aber keineswegs ein Muss oder absolut notwendig.
Fragen zur Gelbfieberimpfung und Malariaprophylaxe:
- Für die direkte Einreise aus Europa auf das tansanische Festland und nach Sansibar gibt es keine besonderen Impfvorschriften. Wir empfehlen die Standardimpfungen.
- Der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung wird offiziell nur von Reisenden verlangt, die über ein Gelbfiebergebiet einreisen (z. B. über den Landweg aus den Nachbarländern oder mit Stopover, z. B. in Nairobi). Dies gilt offiziell nicht, wenn ein Transit über ein solches Land (z. B. Kenia) weniger als 12 Stunden beträgt und der Flughafen nicht verlassen wird. Eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht, weshalb wir Flüge über gelbfiebergefährdete Länder wie Kenia und Äthiopien derzeit vermeiden, so dass für unser Reiseprogramm am Kilimandscharo derzeit kein Gelbfieberimpfschutz benötigt wird. Dies gilt nicht für eine Weiterreise von Arusha nach Sansibar! Hier wird der Nachweis regelmäßig verlangt, da die Behörden Sansibars - welches eine teilautonome Provinz Tansanias ist - das Festland generell als Endemiegebiet ansehen.
- In Tansania gibt es ein landesweites, ganzjähriges Malariarisiko, verstärkt in der Regenzeit. Ab Höhenlagen zwischen 1.800 m und 2.500 m, sowie auf Sansibar, ist das Risiko gering, Höhenlangen über 2.500 m gelten als malariafrei. Wir empfehlen die Beratung durch einen erfahrenen Tropen- bzw. Reisemediziner zur Einnahme einer Malariaprophylaxe oder Mitnahme eines Stand-By-Präparates. Generell sollte in malariagefährdeten Gebieten auf folgendes geachtet werden: Der beste Schutz ist aufzupassen nicht gestochen zu werden! Dafür empfehlen wir das Tragen langer, heller Kleidung, ggf. mit Imprägnierung (z. B. No Bite für Kleidung), wiederholtes Auftragen von Insektenschutzmitteln, insbesondere in den Abendstunden und nachts sowie das Schlafen unter einem Moskitonetz oder in klimatisierten Räumen.
- Hinweis: Es kann keine Verantwortung oder Haftung für diese medizinischen Informationen übernommen werden. Alle Angaben dienen nur der Grundinformation und ersetzen nicht die ausführliche medizinische Beratung eines Arztes!
Fragen zur Anschluss-Safari - beste Reisezeit für die Great Migration in der Serengeti:
Die Great Migration - die große Wanderung von mehr als 1,5 Millionen Gnus sowie etwa 500.000 Zebras und Antilopen/Gazellen - gehört zu einem der größten Naturschauspiele der Welt. Wo es so viele Weidetiere gibt, sind auch Raubtiere und Aasfresser nicht weit.
Die Große Migration ist ein ganzjähriger, nicht endender Kreislauf im Uhrzeigersinn. Sie unterliegt jedoch jährlichen Schwankungen und ist abhängig von Regenzeit und Wetterbedingungen sowie den damit verbundenen Nahrungsmöglichkeiten. Eine Garantie, die Tiere zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort anzutreffen, gibt es daher nicht!
Unsere Safari-Lodge in der Serengeti liegt im Seronera-Gebiet, also sehr zentral in der Serengeti.
Januar - März: Nach den Niederschlägen der kleinen Regenzeit (Nov/Dez) lockt saftiges, nahrhaftes Gras in der südlichen Serengeti. Die weiblichen Tiere sind hochträchtig und benötigen das reichhaltige Nahrungsangebot dringend. Die Kälber werden hauptsächlich im Februar geboren, manchmal bis zu 8.000 Kälber an einem einzigen Tag! Die Geburten finden hauptsächlich während der Mittagszeit statt, damit die Neugeborenen noch vor der Dunkelheit auf die Beine und zu Kräften kommen, wenn für die Raubtiere die Jagdzeit beginnt. Die Migration bleibt bis zur Regenzeit, die Ende März beginnt, in den saftigen Ebenen der Südserengeti.
April - Mai: Es regnet, teilweise reichlich und lang. Die Regenfälle verwandeln die Serengeti in eine grüne Landschaft, die genügend Nahrung für die Tierherden bietet. Die Kälber wachsen heran und werden kräftig genug für die langen, anstrengenden Strecken der Tierwanderung. Der Großteil der Gnuherden befindet sich erfahrungsgemäß in der südöstlichen Serengeti.
Juni - Juli: Die Regenzeit ist vorbei und die Tiere erreichen den Grumeti Fluss im Western Corridor. Ab Juni ist häufig Unruhe in der Herde zu beobachten, da die männlichen Gnus hormongesteuert in die Paarungszeit kommen. Im Grumeti warten hungrige Krokodile, die Flussüberquerungen sind aber nicht so spektakulär wie am Mara Fluss.
August - Oktober: Gegen Ende Juli gelangen die Tiere in den Norden der Serengeti und in die Masai Mara in Kenia, wo die grünen Weideflächen noch anhalten, wenn die Trockenzeit bereits ihren Höhepunkt erreicht hat. Der Mara Fluss dient das ganze Jahr über als Wasserquelle für Millionen von Tieren während der kräftezehrenden Trockenzeit. Angetrieben von ihrer inneren Uhr ist die Überquerung des Flusses eine große Herausforderung für die Tiere: steile Böschungen, lauernde Krokodile im Wasser, reißende Strömungen, Tiere die im Trubel und der Aufregung der Herde erdrückt werden und Raubtiere, die Nachzügler oder geschwächte Tiere reißen.
November - Dezember: Mit den kurzen Regenfällen der kleinen Regenzeit kehrt die Migration in kleineren Herden durch die östlichen Serengeti-Gebiete Lobo und Namiri sowie durch Seronera zurück in den Süden.
Hier gibt es auch eine ganz gute Erklärung zu den einzelnen Regionen pro Monat.

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