Technik für Eisklettern
Es gibt im Alpenraum KEIN einheitliches Bewertungssystem für Eisklettern. Wir verwenden eine Skala von 1 - 6. Hier findest Du die Definition bei Wikipedia. Es versteht sich von selbst, dass bei extremeren Bedingungen (Sturm, Schnee, Eis, Nässe, Hitze usw.) auch eine höhere Schwierigkeit zustande kommt. Ein Puffer ist in der Selbsteinschätzung unbedingt nötig, gerade beim Eisklettern!

Technik: Schnupperklettern Eis
Wenig steile Eisfälle, die für sportliche Einsteiger möglich sind. Geringe Anforderungen an Koordination und Technik. Zumeist wird die Route im Toprope (Seil von oben) gesichert. Die Eisverhältnisse und Qualität ist gut, mit soliden Sicherungsmöglichkeiten.

Technik: WI 1 + 2 = 60° - 70° Eis
Mit WI 2 beginnt das Eisklettern! Passagen mit einer Steilheit von 60 bis 70 Grad werden im Wasserfall gemeistert. Es sind immer wieder gute Rastpunkte vohanden. Die Sicherungspunkte und die Eisqualität ist solide.

Technik: WI 3 + 4 = 70° - 80° Eis
Mehrere Seillängen im fast senkrechten Wassereis. Es sind gute Standplätze und Rastpunkte an soliden Sicherungsmöglichkeiten vorhanden. Die Eiskletterei ist anstrengend und erfordert im Vorstieg einiges an Erfahrung. Steile Eisstufen wechseln mit flacheren Passagen.

Technik: WI 5 = 90° Eis
Ernsthafte Eiskletterei im Wasserfall. Mindestens eine halbe Seillänge weist senkrechtes Eis auf. Es können bereits freistehende Säulen vorkommen oder Eis in mittlerer Qualität. Die soliden Sicherungsmöglichkeiten sind dürftig. Der Eiskletterer muss absolut Erfahren sein im Steileisklettern.

Technik: WI 6 = > 90° Eis
Die Route am Wasserfall ist durchgehend senkrecht. Es kommen wenige Rastplätze vor und die Eisqualität ist schwierig und schlecht. Solide Sicherungen sind extrem selten und setzen hohes technisches Nivau des Kletterers voraus. Stürzen kann hier lebensgefährlich werden.